Kammerpräsident Horst Lenz wird 60 Jahre

Zur Person: Horst Lenz wurde 1957 in Winterspelt-Elcherath geboren, er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er studierte Bauingenieurwesen an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, machte seinen Diplomabschluss 1986 und schloss 2002 seine Promotion ab. 1995 übernahm Lenz seine ersten Führungspositionen in der Landes-Ingenieurkammer als Fachgruppenvorstand. Seitdem vertritt Lenz die Interessen der rheinland-pfälzischen Ingenieure bei der Bundeskammer. 2001 wurde er Vorsitzender der Fachgruppe, bevor er drei Jahre später zum Kammervorstand ernannt wurde. Seine Ernennung zum Vizepräsidenten der Ingenieurkammer erfolgte 2007. Zum Präsidenten wurde er 2010 gewählt.

Julia Klöckner (Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, 2.v.r.), Hans-Ulrich Kammeyer (Präsident der Bundesingenieurkammer, l.) und Martin Böhme (Geschäftsführer der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, r.) gratulierten dem Kammerpräsidenten Dr. Horst Lenz (Mitte, mit seiner Frau Ute) zum 60. Geburtstag. Bildquelle: Carsten Costard

Logo des Vereins zur Förderung der Trinkwasserversorgung in Kamerun e.V.

Nach dem Motto „Jedes neue Projekt ist ein Herzensprojekt“ lebt und arbeitet der Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Dr.-Ing. Horst Lenz. Seit über 30 Jahren ist er als Ingenieur tätig und immer noch voller Tatendrang. Anlässlich seines 60. Geburtstages blicken wir auf die Person hinter dem Präsidentenamt.

Seine ersten Gehversuche im Ingenieurbereich machte Lenz bereits im Alter von sechs Jahren. Sein Vater arbeitete selbst als Ingenieur und nahm seinen Sohn hin und wieder mit auf die Baustelle. Mit einem Leuchten in den Augen erzählte er, wie toll es war, mit seinem Vater auf einem Bagger zu sitzen und mitfahren zu können. Mit 16 Jahren durfte er dann auch aktiv mithelfen und Vermessungsarbeiten vornehmen. Diese Zeit mit seinem Vater und die Arbeit auf der Baustelle haben ihn so sehr geprägt und fasziniert, dass er sich für den Ingenieurberuf entschieden hat.

Nach einem erfolgreichen Studium des Bauingenieurwesens an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, nahm Lenz eine Arbeit im Unternehmen seines Vaters auf. Während sich der Student Horst Lenz aber hauptsächlich mit den Themen Statik und Massivbau beschäftigt hatte, sah die Arbeitswelt eine andere Tätigkeit für ihn vor. In das Thema „Abwasser“ sei er sozusagen „reingerutscht“. Mit dem ersten richtigen Auftrag, kam dann auch gleichzeitig eine große Verantwortung für den damaligen Berufseinsteiger. Schlaflose Nächte bereitete ihm seinerzeit eine komplette Ortskanalisation mit Kanälen, Straßen und Kläranlagen.

Nach dieser Erfahrung und vielen weiteren Projekten kann er heute allen Berufsanfängern den Rat mitgeben, immer gut zuzuhören. Zu Beginn einer Laufbahn fehlen Berufserfahrungen, die man aber ausgleichen kann, indem man aufmerksam ist und Ratschläge von erfolgreichen Mitarbeitern befolgt.

Diese Erkenntnis beherzigte Lenz auch bei seinen zukünftigen Projekten. Dazu zählten unter anderem einige Ersterschließungen, die Lenz als besonders spannend empfand. So etwas sei für kleinere Orte, aber auch für Ingenieure ein Riesenprojekt, denn es biete viele Gestaltungsmöglichkeiten und komme nur einmal in 50 Jahren vor. Solche Ersterschließungen würden heutzutage nur noch selten durchgeführt. Stattdessen stehen Kanalsanierungen oder Kläranlagensanierungen auf dem Tagesprogramm der Ingenieure, wobei Lenz dabei keine großen Unterschiede macht. Für ihn ist das aktuelle Projekt das schönste. Diese Meinung vertritt der Präsident der Ingenieurkammer seit nunmehr 30 Jahren.

Den Weg, den Horst Lenz vom Kammermitglied zum Präsidenten der Ingenieurkammer nahm, ist dabei recht ungewöhnlich. Für all seine Ämter – Fachgruppenvorstand, Kammervorstand, Vizepräsident und Präsident – hatte er sich nicht selbst beworben, sondern wurde von anderen Kammermitgliedern um eine Kandidatur gebeten. Doch einmal im Amt, gab er immer 100 Prozent und bemühte sich um positive Veränderungen. Seine Kandidatur zum Kammerpräsidenten verknüpfte er beispielsweise mit dem Ziel, ein neues Ingenieurkammergesetz (IngKaG) zum Schutz der Berufsbezeichnungen im Ingenieurwesen zu realisieren. Bereits ein Jahr nach seinem Amtsantritt 2010 wurde das Gesetz verabschiedet und ist für Lenz ein Meilenstein in seinem beruflichen Werdegang. Dadurch hat Rheinland-Pfalz seiner Meinung nach das modernste Ingenieurkammergesetz in ganz Deutschland. Der Einsatz für diese Neuregelung habe sich voll und ganz gelohnt.

Über die Zukunft des Ingenieurberufs macht sich der Kammerpräsident keine Sorgen. Ingenieure würden immer gebraucht werden. Auch bei der Digitalisierung sieht er für seinen Berufszweig keinen negativen Konsequenzen. Vielmehr würden sich dadurch viele neue Möglichkeiten eröffnen. Das größte Problem sieht Dr. Lenz beim Fachkräftemangel. An verschiedenen Fronten kämpft er einerseits für den Nachwuchs im Ingenieurwesen und andererseits für die Qualität der Ingenieurausbildung. Diese dürfe nicht weiter schwinden, nur um Ingenieure schneller in den Beruf zu bringen. Junge Leute müssen begeistert werden, genau wie der sechsjährige Horst Lenz damals.

 

Sauberes Trinkwasser in Kamerun

Aus gegebenem Anlass wünschte sich Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz Spenden statt Geschenke. Das Projekt „sauberes Trinkwasser in Kamerun“ mit seinem regionalen Ursprung bei den Stadtwerken in Trier lag ihm dabei besonders am Herzen.

Der „Verein zur Förderung der Trinkwasserversorgung in Kamerun e.V.“ wurde im November 2011 von Mitarbeitern der Stadtwerke Trier (Abteilung Wasserwerk) gegründet. Bis auf wenige Mitglieder sind die meisten auch Angestellte der Stadtwerke Trier. Die Idee zu dem Projekt und dem Verein entstand im Zuge der Modernisierung / Erweiterung des Wasserwerk Irsch. Die Anlage in Kamerun besteht aus drei Druckfiltern mit einer Leistung von jeweils 10 m³/h, mit vorgeschalteter hydraulisch geregelter Flockung und Desinfektion mittels Chlortabletten (ebenfalls hydraulisch geregelt) im Anschluss an die Filtration. Die Anlage bereitet Wasser aus einem aufgestauten Bach-/Flusslauf mit einem Vordruck von ca. 6 bar auf. Der Betrieb der Anlage erfolgt ohne Hilfsenergie, ebenso wie die Verteilung des Wassers im Stadtnetz.

Das Wasser aus der Anlage kann an mehreren öffentlichen Zapfstellen von der Bevölkerung genutzt werden, verschiedene öffentliche Einrichtungen (Schulen, Krankenstationen, Kinderheime, etc.) haben auch einen festen Hausanschluss. Diese Form der Trinkwasserversorgung stellt für die betroffenen Einwohner von Bamenda eine enorme Verbesserung der Lebensqualität dar.

 

Die Spendenaktion anlässlich des 60. Geburtstages des Kammerpräsidenten Horst Lenz brachte über 7000,00 Euro von zahlreichen Gratulanten zusammen. Wenn Sie ebenfalls für sauberes Trinkwasser in Kamerun spenden möchten, geben Sie gerne im Verwendungszweck: „Trinkwasser Kamerun – Geburtstag Horst Lenz” an. Die Kontoverbindung lautet: Sparkasse Trier, IBAN: DE82 5855 0130 0001 0422 33. Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Weitere Informationen unter:  www.trinkwasser-kamerun.com.