Schülerwettbewerb Junior.ING zum Motto "Arena – gut überDACHt“ gestartet

Der rheinland-pfälzische Landesschülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 steht in diesem Schuljahr unter dem Motto "Arena - gut überDACHt". Aufgabenstellung ist es, ein Modell einer Überdachung für eine halbkreisförmige Zuschauertribüne mit einer davor befindlichen Bühne zu planen und zu konstruieren.

Die Konstruktion soll in der Realität 200 bis 300 Zuschauerinnen und Zuschauern Schutz vor Wind, Regen und Sonne bieten – ohne dabei die Sicht zu versperren. Beim Aussehen der  Dachkonstruktion sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Wichtig ist, dass die Dachkonstruktion statisch glaubwürdig ist und ihre Funktion erfüllt. In der Realität würde eine solche Tribüne einen Radius von ungefähr 11 bis 13 Metern und eine Höhe von etwa 3 bis 5 Metern haben. Im Maßstab 1:80 bedeutet das für das Modell: Der Radius der Tribüne darf 14-16 cm umfassen und die Tribüne darf 4-6 cm hoch sein. Die Bühne darf, muss aber nicht überdacht sein. Die Tribüne muss nicht detailliert ausgeführt werden; es genügt, sie als Volumenmodell darzustellen, z. B. unter Verwendung eines Hartschaumblocks oder als Drahtmodell. Das Entscheidende ist die Dachkonstruktion.

Näheres zum Wettbewerb und zu den Anforderungen der Konstruktion ist im Flyer und den Wettbewerbsbedingen nachzulesen. Nachfolgend ebenfalls der Link zur Anmeldung zum Wettbewerb.

Flyer
Wettbewerbsbedingungen

Anmeldung Schülerwettbewerb Junior.ING

Abgabetermin für die Modelle ist am 20. Februar 2026 in der Geschäftsstelle der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz.

Bei weiteren Fragen zum Wettbewerb können Sie sich gerne an Frau Feddern wenden. E-Mail: feddern@ing-rlp.de, Tel: 06131 95986-24.

 

Mit dem bundesweiten Wettbewerb möchten die Ingenieurkammern das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Ingenieurberuf stärken und das kreative technische Arbeiten fördern. Denn Ingenieurberufe sind vielfältig und bieten beste Berufsaussichten und Karrierechancen.

Der Landeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Bildungsministers Sven Teuber. Mit über 6000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gehört Junior.ING zu einem der größten Schülerwettbewerbe deutschlandweit und ist mittlerweile zur festen Institution der Kammer geworden.

Zugelassen sind bei dem Wettbewerb Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb in zwei Alterskategorien – Kategorie I bis Klasse 8 sowie Kategorie II ab Klasse 9. In einem ersten Schritt loben die teilnehmenden Ingenieurkammern den Wettbewerb für ihr Bundesland aus. Die Sieger des Landeswettbewerbs nehmen dann am Bundesentscheid teil und können sich auf das große Finale im Deutschen Technikmuseum in Berlin freuen. Darüber hinaus vergibt die Deutsche Bahn einen Sonderpreis für ein besonders innovatives Projekt.

Symbolbild zeigt die Allgäuer Freilichtbühne Altusried: Ihr freitragendes Holzdach gleicht einem gewaltigen Fledermausflügel und überpsannt eine Tribüne, die 2.500 Zuschauern Platz bietet.

Landespreisverleihung Junior.ING 2026 zum Motto "Arena - gut überdacht": Ehrung der besten Nachwuchsingenieure

Am 8. Mai wurden bei der Landespreisverleihung die Siegerinnen und Sieger des Schülerwettbewerbs Junior.ING geehrt. Die Feierlichkeiten fanden in diesem Jahr in der Ludwig-Eckes-Festhallte in Nieder-Olm statt. Unter dem Motto „Arena – gut überdacht“ entwickelten und bauten Schülerinnen und Schüler aus ganz Rheinland-Pfalz Modelle, die sowohl gestalterisch als auch technisch überzeugen mussten.

Die diesjährige Aufgabe stellte die Teilnehmenden vor besondere Herausforderungen: Gefordert war die Planung und der Bau eines Arenadachs mit Tribüne und Bühne unter Einhaltung klar definierter Material- und Maßvorgaben. Neben der Tragfähigkeit – geprüft durch Belastungstests – mussten die Modelle auch Windkräften standhalten, die mithilfe eines Föhns simuliert wurden. Gleichzeitig ließ die Aufgabe viel Raum für kreative und individuelle Gestaltungslösungen.

300 Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern aus Rheinland-Pfalz folgten der Einladung zur Preisverleihung ins ZDF-Konferenzzentrum nach Mainz. Moderiert wurde die Veranstaltung von Tobias Witton. Nach einem Grußwort von Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz und einem Video-Grußwort des rheinland-pfälzischen Bildungsministers Sven Teuber, zeigte Prof. Dr. em. Mathias Rohde  in einem Gastvortrag eindurcksvoll die Herausforderungen beim Bau von Stadiondächern aus der Region.  Anschließend wurden die 30 Siegerteams beider Alterskategorien, AK I (Klasse 1-8) und AK II (Klasse 9- 13) für ihre Leistungen geehrt.

In der Alterskategorie I siegte Franziska Nalbach von der Grundschule Malborn aus mit dem Modell „Phoenix Stage“.  Lojain Alzir, Selina Klobetanz und Jennifer Fernando von der Berufsbildenenden Schule Neustadt a.d. Weinstraße überzeugten in der Alterskategorie II die Jury und gewannen mit ihrem Modell "L`arène de fleurs". Die Erstplatzierten beider Alterskategorien werden Rheinland-Pfalz beim Bundeswettbewerb am 19. Juni in Berlin vertreten und dort gegen die besten Nachwuchsingenieure aus 14 weiteren Bundesländern antreten.

Insgesamt nahmen 320 Schülerinnen und Schüler von 32 Schulen am Wettbewerb teil und reichten 124 kreative und technisch anspruchsvolle Modelle ein. Besonders stark vertreten war die Alterskategorie I mit 205 Teilnehmenden, während 115 Schülerinnen und Schüler in der Alterskategorie II antraten. Der Gesamtanteil der Mädchen lag bei 40 Prozent, in der Altersklasse I sogar bei fast 50%.

Dr.-Ing. Horst Lenz, Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, würdigte die Leistungen der Teilnehmenden: „Wer ein funktionierendes Arenadach konstruiert, denkt bereits wie eine Ingenieurin oder ein Ingenieur. Die Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass sie nicht nur kreative Ideen entwickeln, sondern diese auch technisch durchdacht umsetzen können.“

Auch der Bildungsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Sven Teuber, lobte das Engagement der Nachwuchstalente: „Zukunftsfähige und belastbare Lösungen in den Ingenieurwissenschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung. Daher hat die Landesregierung die Möglichkeiten zur MINT-Förderung ausgebaut. Denn wir brauchen engagierte junge Menschen mit neuen Ideen. Ich freue mich deshalb umso mehr, dass so viele am Wettbewerb Junior.ING teilgenommen haben und ihre Kreativität gewürdigt wurde. Dass dabei eine großartige Möglichkeit der beruflichen Orientierung für Schülerinnen und Schüler entsteht, macht den Wettbewerb noch wertvoller. Ich gratuliere allen Teilnehmenden herzlich zu ihrer tollen Leistung!“

Die Bewertung der Modelle erfolgte durch eine Fachjury anhand verschiedener Kriterien, darunter statische Konstruktion, Gestaltung und Originalität sowie Verarbeitungsqualität.

Bereits zum 19. Mal wurde der Schülerwettbewerb von der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz ausgerichtet. Er ist Teil eines bundesweiten Wettbewerbs, an dem sich 15 Länderingenieurkammern beteiligen. Seit 2021 ist „Junior.ING“ in der Liste der von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerbe geführt.[nbs

Nachfolgend alle eingereichten und alle platzierten Modelle:

Eingereichte Modelle Junior.ING 2025/26

Platzierte Modelle Junior.ING 2025/26

Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz lobte in seinem Grußwort das Engagement der Schüler und warb für den Ingenieurberuf. Alle Fotos von Kristina Schäfer.
Tobias Witton moderierte die Veranstaltung.
Gastredner Prof. Dr. em. Matthias Rohde hielt einen Gastvortrag über die Besonderheiten beim Stadienbau am Beispiel des Waldstadions in Franlkfurt.
Die Band "Yes We Play!" sorgte für gute Stimmung während der Veranstaltung.
1. Platz in der Altersklasse I: Franziska Nalbach mit dem Modell "Phoenix Stage" vom Gymnasium Hermeskeil.
1. Platz in der Altersklasse II: Jennifer Fernando, Lojain Alzir und Selina Klobetanz mit ihrer Arena " L`arène des fleur" von der BBS Neustadt a.d. Weinstr.
Rund 300 Gäste, Schülerinnen und Schüler begleitet von ihren Lehrern oder Eltern, kamen zur Preisverleihung nach Nieder-Olm.
2. Platz in der Altersklasse I: Lia Daniele, Lotta Schwarz und Lea Michel von der Grundschule Bruchmühlbach-Martinshöhe mit dem Modell „Das schwebende Arena-Dach“.
2. Platz in der AK II: Hubert Zytka, Mohamed Mohamed und Firas Alsibai (Mitte) von der BBS in Kusel mit dem Modell „Skeleton Frame“.
Die diesjährige Jury, von links: Katharina Häuser aus dem Vorstand, Vizepräsident Frank Haupenthal und Volker Tschiedel aus dem Bildungsminsiterium. Nicht anwesend: Prof. Dr. Christian Glock von der RPTU Kaiserslautern.
3. Platz in der Altersklasse I: Lina Braun und Ella Reuber vom Kurfürst-Balduin-Gymnasium mit ihrem Modell „Regenbogen-Pavillon“
3. Platz in der Altersklasse II: Raphael und Leonard Nalbach mit dem Modell "Prisma Stage"vom Gymnasium Hermeskeil.

Ihre Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle:

Maike Feddern B. A.

Referentin PR- & Marketing

Maike Feddern B. A.
T: 06131/95986-24
E: feddern@ing-rlp.de