Symposium 2017: Qualität „Made in Germany“

Sie sehen von links: Präsident Dr.-Ing. Horst Lenz, Staatssekretärin Daniela Schmitt, Unternehmer Wolfgang Grupp und Geschäftsführer Martin Böhme.

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bei ihrem Statement.

Etwa 250 Gäste folgten der Einladung der Ingenieurkammer zum Symposium 2017.

Das traditionelle Symposium der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz erfreut sich immer wachsender Beliebtheit. Etwa 250 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und natürlich die Mitglieder der Kammer folgten am 21. November 2017 der Einladung ins ZDF-Konferenzzentrum nach Mainz.

In seinem Grußwort thematisierte Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz die Qualität deutscher Ingenieurleistungen. Diese könne nur aufgrund einer soliden und breit gefächerten Ausbildung auf höchstem Niveau erbracht werden. Die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz setze sich nachhaltig für die Entwicklung und Einhaltung der besten Qualitätsstandards ein.

Außerdem kämpfe sie für den Erhalt von sinnvollen Regulierungen in Deutschland, die direkte positive Effekte für den Verbraucher hätten. Dieser könne sich sicher sein, dass Ingenieure, die Mitglieder der Kammer sind, Berufserfahrung und eine entsprechende Haftpflichtversicherung hätten, sich regelmäßig fort- und weiterbilden würden und somit auf dem aktuellsten Stand der Technik und der Gesetzgebung seien. Auf freiberufliche Leistungen von Ingenieuren könne man sich verlassen, weil ihre Qualität über die Mitgliedschaft in der Kammer reguliert sei.

In ihrem Statement sprach Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, über die Perspektiven und Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Rheinland-Pfalz. Das Land verfüge über eine starke Infrastruktur, gute Hochschulen und zahlreiche Unternehmen, die durch innovative und zukunftsgerichtete Ideen die Wirtschaft stark beeinflussen können. Diese Kombination sei eine gute Grundlage, um die Marke „Made in Germany“ weiter zu festigen. Außerdem sei die Digitalisierung eine Herausforderung, der man sich in der Landesregierung und in der Wirtschaft auf verschiedenen Ebenen stellen werde.

Gastredner der Veranstaltung war der Eigentümer und Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema, Wolfgang Grupp. In seinem Vortrag „Deutschland – ein Standort mit Zukunft!“ betonte er seine Werte für erfolgreiches Unternehmertum. Diese hätten ihren Ursprung in der Familie, beinhalteten die Prinzipien eines ehrwürdigen Kaufmanns und würden jeden Tag in der Verantwortung des Unternehmers liegen. Vor allem unternehmerische Risiken müssen beim Unternehmer selbst liegen und dürfen nicht von Politik und Steuerzahlern getragen werden. Dies würde dazu führen, dass Entscheidungen bedacht und vernünftig getroffen werden würden, Arbeitsplätze erhalten blieben und Fortschritt weiterhin möglich sei.

Wolfgang Grupp sieht das Wachstum seines Unternehmens im Fokus auf Innovationen anstatt in der Erhöhung von Stückzahlen seiner Produktion. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren von ihm Anerkennung und Wertschätzung, seine Nachwuchskräfte ziehe er im eigenen Unternehmen groß.

Seine Unternehmensführung bezeichnet Grupp selbst als simpel. Es sei wichtig, konstant Entscheidungen zu treffen, da ohne Entscheidungen nichts passieren würde. Seine Werte sind traditionell und authentisch. Sein Erfolg gibt ihm Recht und das Publikum war gleichzeitig fasziniert und amüsiert vom lebhaften Erfahrungsbericht seiner Unternehmenskultur.

Musikalisch begleitet von der Band „yes we play“, klang das Symposium 2017 bei Buffet, Wein und angeregten Unterhaltungen in gemütlicher Atmosphäre aus.

Fotos: Kristina Schäfer