Die Nominierungen für den Deutschen Ingenieurbaupreis 2026 stehen fest. Nach intensiven Beratungen gab die Fachjury aus den 41 eingereichten Bewerbungen die Projekte der engeren Wahl bekannt. Sieben wegweisende Bauwerke zwischen Berlin und Reutlingen konkurrieren um den renommierten Staatspreis.

Beim Politischen Abend der Bundesingenieurkammer am 9. Juni 2026 stand die Rolle des Ingenieurwesens für die erfolgreiche Transformation von Infrastruktur, Klimaanpassung und Wirtschaft im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und den Ingenieurkammern diskutierten die aktuellen politischen Rahmenbedingungen – und übten deutliche Kritik an deren wenig mittelstandsfreundlicher Ausgestaltung.

Die Digitalisierung bietet Ingenieurbüros und Planungsunternehmen vielfältige Chancen – gleichzeitig steigen jedoch auch die Anforderungen an die Cyber-Sicherheit. Projekt- und Kundendaten, digitale Planungsprozesse sowie vernetzte IT-Systeme sind attraktive Ziele für Cyberkriminelle und können bei Sicherheitsvorfällen erhebliche wirtschaftliche und organisatorische Folgen nach sich ziehen.

Mit dem Beschluss des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) im Bundeskabinett hat die Bundesregierung eine zentrale Reform für den Gebäudesektor auf den Weg gebracht. Ziel ist es, die energetische Modernisierung zu beschleunigen und mehr Flexibilität bei der Transformation der Wärmeversorgung zu schaffen. In der Verbändeanhörung überwiegt jedoch die Kritik: Viele Akteure sehen im aktuellen Entwurf weder einen klaren klimapolitischen Kurs noch ausreichend praxistaugliche Instrumente.

Für die Anerkennung als Prüfingenieurin oder Prüfingenieur sind alle Regelungen und Voraussetzungen der Landesverordnung über Prüfingenieurinnen und Prüfingenieure für Baustatik (PrüfIngBaustatikVO) vom 11. Dezember 2007 zu entnehmen. Anerkennungsbehörde ist nach § 1 Abs. 1 PrüfIngBaustatikVO die oberste Bauaufsichtsbehörde. Für die schriftliche Prüfung gelten die technischen Baubestimmungen, die zum Zeitpunkt der Bekanntmachung des Prüfungsverfahrens in Rheinland-Pfalz bauaufsichtlich eingeführt sind.

Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines „Gesetzes zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts (Baugesetzbuch-Upgrade)“ beschlossen. Damit sollen Bauleitplanverfahren gestrafft und vereinfacht, der Wohnungsbau zum überragenden öffentlichen Interesse erklärt und Kommunen mehr Handlungsmacht im Umgang mit Schrottimmobilien gegeben werden. Der Entwurf des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen befindet sich nun im parlamentarischen Verfahren.

 

Der Bundesrat hat am 8. Mai mit der Verabschiedung des „Gesetzes zur Beschleunigung öffentlicher Aufträge“ den mittelstandsfreundlichen Losgrundsatz grundsätzlich bestätigt, jedoch Ausnahmen für Infrastruktur- und Verkehrsprojekte ermöglicht. Das Gesetz wird am 1. Juli 2026 in Kraft treten.

 

Unser diesjährigen Symposium wird in der Gonsberg Lounge in Mainz stattfinden, dazu sind Sie als Mitglied herzlich eingeladen. Unter dem Titel „Demokratie ist kein Selbstläufer“ widmen wir uns einem Thema, das aktueller kaum sein könnte. Weltweit erleben wir politische Spannungen, wachsende Polarisierung und zunehmende Herausforderungen für demokratische Institutionen.

Die Bundesingenieurkammer (BIngK), der Bundesarchitektenkammer (BAK), dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) und dem Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung (AHO) rufen Sie dazu auf, an der Unternehmensbefragung zur wirtschaftlichen Lage der Ingenieur- und Architekturbüros bis zum 15. Juni 2026 teilzunehmen.