Landespreisverleihung Junior.ING 2026 zum Motto "Arena - gut überdacht": Ehrung der besten Nachwuchsingenieure

Am 8. Mai wurden bei der Landespreisverleihung die Siegerinnen und Sieger des Schülerwettbewerbs Junior.ING geehrt. Die Feierlichkeiten fanden in diesem Jahr in der Ludwig-Eckes-Festhallte in Nieder-Olm statt. Unter dem Motto „Arena – gut überdacht“ entwickelten und bauten Schülerinnen und Schüler aus ganz Rheinland-Pfalz Modelle, die sowohl gestalterisch als auch technisch überzeugen mussten.

Die diesjährige Aufgabe stellte die Teilnehmenden vor besondere Herausforderungen: Gefordert war die Planung und der Bau eines Arenadachs mit Tribüne und Bühne unter Einhaltung klar definierter Material- und Maßvorgaben. Neben der Tragfähigkeit – geprüft durch Belastungstests – mussten die Modelle auch Windkräften standhalten, die mithilfe eines Föhns simuliert wurden. Gleichzeitig ließ die Aufgabe viel Raum für kreative und individuelle Gestaltungslösungen.

300 Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern aus Rheinland-Pfalz folgten der Einladung zur Preisverleihung ins ZDF-Konferenzzentrum nach Mainz. Moderiert wurde die Veranstaltung von Tobias Witton. Nach einem Grußwort von Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz und einem Video-Grußwort des rheinland-pfälzischen Bildungsministers Sven Teuber, zeigte Prof. Dr. em. Mathias Rohde  in einem Gastvortrag eindurcksvoll die Herausforderungen beim Bau von Stadiondächern aus der Region.  Anschließend wurden die 30 Siegerteams beider Alterskategorien, AK I (Klasse 1-8) und AK II (Klasse 9- 13) für ihre Leistungen geehrt.

In der Alterskategorie I siegte Franziska Nalbach von der Grundschule Malborn aus mit dem Modell „Phoenix Stage“.  Lojain Alzir, Selina Klobetanz und Jennifer Fernando von der Berufsbildenenden Schule Neustadt a.d. Weinstraße überzeugten in der Alterskategorie II die Jury und gewannen mit ihrem Modell "L`arène de fleurs". Die Erstplatzierten beider Alterskategorien werden Rheinland-Pfalz beim Bundeswettbewerb am 19. Juni in Berlin vertreten und dort gegen die besten Nachwuchsingenieure aus 14 weiteren Bundesländern antreten.

Insgesamt nahmen 320 Schülerinnen und Schüler von 32 Schulen am Wettbewerb teil und reichten 124 kreative und technisch anspruchsvolle Modelle ein. Besonders stark vertreten war die Alterskategorie I mit 205 Teilnehmenden, während 115 Schülerinnen und Schüler in der Alterskategorie II antraten. Der Gesamtanteil der Mädchen lag bei 40 Prozent, in der Altersklasse I sogar bei fast 50%.

Dr.-Ing. Horst Lenz, Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, würdigte die Leistungen der Teilnehmenden: „Wer ein funktionierendes Arenadach konstruiert, denkt bereits wie eine Ingenieurin oder ein Ingenieur. Die Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass sie nicht nur kreative Ideen entwickeln, sondern diese auch technisch durchdacht umsetzen können.“

Auch der Bildungsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Sven Teuber, lobte das Engagement der Nachwuchstalente: „Zukunftsfähige und belastbare Lösungen in den Ingenieurwissenschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung. Daher hat die Landesregierung die Möglichkeiten zur MINT-Förderung ausgebaut. Denn wir brauchen engagierte junge Menschen mit neuen Ideen. Ich freue mich deshalb umso mehr, dass so viele am Wettbewerb Junior.ING teilgenommen haben und ihre Kreativität gewürdigt wurde. Dass dabei eine großartige Möglichkeit der beruflichen Orientierung für Schülerinnen und Schüler entsteht, macht den Wettbewerb noch wertvoller. Ich gratuliere allen Teilnehmenden herzlich zu ihrer tollen Leistung!“

Die Bewertung der Modelle erfolgte durch eine Fachjury anhand verschiedener Kriterien, darunter statische Konstruktion, Gestaltung und Originalität sowie Verarbeitungsqualität.

Bereits zum 19. Mal wurde der Schülerwettbewerb von der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz ausgerichtet. Er ist Teil eines bundesweiten Wettbewerbs, an dem sich 15 Länderingenieurkammern beteiligen. Seit 2021 ist „Junior.ING“ in der Liste der von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerbe geführt.[nbs

Nachfolgend alle eingereichten und alle platzierten Modelle:

Eingereichte Modelle Junior.ING 2025/26

Platzierte Modelle Junior.ING 2025/26

Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz lobte in seinem Grußwort das Engagement der Schüler und warb für den Ingenieurberuf. Alle Fotos von Kristina Schäfer.
Tobias Witton moderierte die Veranstaltung.
Gastredner Prof. Dr. em. Matthias Rohde hielt einen Gastvortrag über die Besonderheiten beim Stadienbau am Beispiel des Waldstadions in Franlkfurt.
Die Band "Yes We Play!" sorgte für gute Stimmung während der Veranstaltung.
1. Platz in der Altersklasse I: Franziska Nalbach mit dem Modell "Phoenix Stage" vom Gymnasium Hermeskeil.
1. Platz in der Altersklasse II: Jennifer Fernando, Lojain Alzir und Selina Klobetanz mit ihrer Arena " L`arène des fleur" von der BBS Neustadt a.d. Weinstr.
Rund 300 Gäste, Schülerinnen und Schüler begleitet von ihren Lehrern oder Eltern, kamen zur Preisverleihung nach Nieder-Olm.
2. Platz in der Altersklasse I: Lia Daniele, Lotta Schwarz und Lea Michel von der Grundschule Bruchmühlbach-Martinshöhe mit dem Modell „Das schwebende Arena-Dach“.
2. Platz in der AK II: Hubert Zytka, Mohamed Mohamed und Firas Alsibai (Mitte) von der BBS in Kusel mit dem Modell „Skeleton Frame“.
Die diesjährige Jury, von links: Katharina Häuser aus dem Vorstand, Vizepräsident Frank Haupenthal und Volker Tschiedel aus dem Bildungsminsiterium. Nicht anwesend: Prof. Dr. Christian Glock von der RPTU Kaiserslautern.
3. Platz in der Altersklasse I: Lina Braun und Ella Reuber vom Kurfürst-Balduin-Gymnasium mit ihrem Modell „Regenbogen-Pavillon“
3. Platz in der Altersklasse II: Raphael und Leonard Nalbach mit dem Modell "Prisma Stage"vom Gymnasium Hermeskeil.

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