Symposium der Ingenieurkammer: Demokratie braucht Engagement und Verantwortung

Prof. Dr. Norbert Lammert zu Gast beim Symposium

Gastredner Prof. Dr. Norbert Lammert, ehemaliger Bundestagspräsident, hält seine Keynote. Alle Fotos: Johannes Krzeslack.

Wachsende gesellschaftliche Spannungen, politische Polarisierung und internationale Krisen stellen demokratische Gesellschaften vor große Herausforderungen. Wie Demokratie auch in bewegten Zeiten gestärkt werden kann, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz in Mainz. Gastredner Prof. Dr. Norbert Lammert warb dabei für Engagement, Dialog und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Rund 130 Gäste aus Ingenieurwesen, Politik und Wirtschaft waren der Einladung der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz am 25. Juni in die Gonsberg Lounge gefolgt. In seiner Begrüßung betonte Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz die Bedeutung demokratischer Werte für eine offene und zukunftsfähige Gesellschaft. „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen dürfen wir demokratische Errungenschaften nicht als selbstverständlich betrachten. Demokratie braucht Menschen, die sich engagieren und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Lenz. „Demokratie ist die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens und unseres wirtschaftlichen Erfolgs.“

Den zentralen Programmpunkt des Abends bildete die Keynote von Prof. Dr. Norbert Lammert, ehemaliger Präsident des Deutschen Bundestages. Unter dem Titel „Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie existiert nur so lange, wie sich genug Menschen um sie kümmern“ sprach er über die aktuellen Herausforderungen demokratischer Gesellschaften und die Bedeutung einer aktiven Bürgergesellschaft.

„Demokratie ist weder ein Naturereignis noch der Normalzustand, vielmehr historisch wie statistisch der Ausnahmezustand einer Gesellschaft, die sich für ihre eigenen Angelegenheiten selbst verantwortlich fühlt und nach selbstgesetzten Regeln für alle verbindliche Entscheidungen trifft“, erklärte Lammert in seinem Vortrag.

In der anschließenden Diskussion und beim gemeinsamen Empfang tauschten sich die Gäste über die Rolle demokratischer Institutionen sowie die Verantwortung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft für den Erhalt einer offenen und freiheitlichen Demokratie aus.

Ein positives Fazit zog auch Kammerpräsident Horst Lenz: „Prof. Dr. Norbert Lammert hat eindrucksvoll verdeutlicht, dass Demokratie kein Zustand ist, sondern eine dauerhafte Aufgabe. Diese Botschaft ist aktueller denn je und verdient unsere volle Aufmerksamkeit.“ Das Symposium der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz gehört seit vielen Jahren zu den zentralen Plattformen für den Austausch zwischen Ingenieuren, Politik und Wirtschaft im Land. „Als Ingenieurkammer verstehen wir uns nicht nur als berufliche Interessenvertretung, sondern auch als Teil einer verantwortungsvollen Zivilgesellschaft. Deshalb war es uns wichtig, mit diesem Symposium einen Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte zu leisten.“

Vor der Hauptveranstaltung wurden bei der Mitgliederrunde langjährige Mitglieder der Ingenieurkammer für Ihre 30- und 40-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde und einer goldenen Ehrennadel ausgezeichnet und Präsident Lenz dankte ihnen für ihre vielen Jahre des Vertrauens und Engagements.

Kammerpräsident Dr. Horst Lenz begrüßt die Gäste.
Die Gäste kommen auf der Terasse bei einem Gläschen Wein und leckerem Essen ins Gespräch.
Für die stilvolle Unterhaltung war durch die stimmungsvolle Musik von der John-Paul-Band gesorgt.
Kammerpräsident Horst Lenz, Prof. Dr. Norbert Lammert, Ingo Kluge, Kammerpräsident der IngK Hessen, Vizepräsidentin Wilhelmina Katzschmann und Vizepräsident Frank Haupenthal im Austausch.
Eine Auszeichnung für ihre 30-jährige Kammermitgliedschaft erhielten (vl.n.r): Lothar Schenk, Lutz Dankof, Hellmuth Wagner; Heinrich Webler, Vizepräsidentin Wilhelmina Katzschmann, Harald Jahnson und Gerd Langhammer.
Geschäftsführer Martin Böhme (l.) mit Prof. Dr. Norbert Lammert (r.).
Rund 130 Gäste folgten der Einladung zum Symposium.
Über ihre Urkunde und eine goldene Anstecknadel zum 40-jährigen Kammer-Jubiläum freuten sich Hubert Bruch (l.) und Vorstandmitglied Peter Strokowsky (Mitte).

Zurück