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Vorstandswahlen der Bundesingenieurkammer - Dr. Heinrich Bökamp neuer Präsident - RLP-Kammervizepräsidentin Wilhelmina Katzschmann nun auch im Bundesvorstand

Der neu gewählte Vorstand der Bundesingenieurkammer von links: Dipl.-Ing. FH Wilhelmina Katzschmann, Dipl.-Ing. Ingolf Kluge, Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Dipl.-Ing. Christoph F. J. Schröder, Dipl.-Geol. Sylvia Reyer-Rohde, Dr.-Ing. Ulrich Scholz und Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp ist neuer Präsident der Bundesingenieurkammer.

Die rheinland-pfälzische Kammervizepräsidentin Dipl.-Ing. (FH) Wilhelmina Katzschmann wurde nun auch in den Vorstand der Bundesingenieurkammer gewählt.

Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz (links) und CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Baldauf auf der BKV-Vorabendveranstaltung im Mainzer Bootshaus.

Am 9. Oktober 2020 kamen die Vertreterinnen und Vertreter der Ingenieurkammern zur 66. Bundesingenieurkammer-Versammlung (BKV) in Mainz zusammen, um turnusgemäß einen neuen Bundesvorstand zu wählen. Neuer Präsident der Bundesingenieurkammer ist der Beratende Ingenieur Dr.-Ing. Heinrich Bökamp (Nordrhein-Westfalen). Er folgt auf Hans-Ullrich Kammeyer, der nach achtjähriger Amtszeit nicht wieder als Präsident angetreten war.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Dipl.-Ing. (FH) Wilhelmina Katzschmann, Vizepräsidentin der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz.

Als Vizepräsident wiedergewählt wurde Dipl.-Ing. Ingolf Kluge (Hessen). Ebenfalls als Vorstandsmitglied bestätigt wurde Dipl.-Geol. Sylvia Reyer-Rohde (Thüringen), jetzt erstmals in der Position der Vizepräsidentin. Neu im Vorstand sind

  • Dipl.-Ing.(FH) Wilhelmina Katzschmann (Rheinland-Pfalz),
  • Dr.-Ing. Ulrich Scholz (Bayern),
  • Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner (Berlin) sowie
  • Dipl.-Ing. Christoph F. J. Schröder (Hamburg).

In seiner Antrittsrede dankte Dr.-Ing. Heinrich Bökamp den Delegierten der Bundesingenieurkammer-Versammlung für das entgegengebrachte Vertrauen sowie dem ehemaligen Vorstand für die hervorragende Arbeit der vergangenen Jahre. Weiter sagte Bökamp: „Gemeinsam mit dem neuen Vorstand werde ich alles daransetzen, die entsprechenden Weichen zu stellen, um den Berufsstand auch weiterhin bestmöglich für die Zukunft aufzustellen. Digitalisierung, Klimawende, faire Vergabeverfahren, der Fachkräftemangel und nicht zuletzt angemessene Honorierung von Planungsleistungen sind hierbei nur einige der Themen, die wir jetzt angehen müssen und werden.“

Die Amtszeit des Vorstands sowie des Präsidenten der Bundesingenieurkammer beträgt jeweils vier Jahre.

Die Bundesingenieurkammer (BIngK) vertritt die gemeinschaftlichen Interessen der 16 Länderingenieurkammern. Seit mehr als 30 Jahren setzt sie sich bundesweit und auf europäischer Ebene für die Belange von rund 45.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren ein. Die Bundesingenieurkammer-Versammlung tagt als Gremium zwei Mal jährlich in jeweils einem anderen Bundesland.

BKV-Vorabendveranstaltung

Am Abend vor der BKV lud die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz die Delegierten zum Austausch bei gemeinsamem Abendessen im Mainzer Bootshaus am Rheinufer ein. Unter den Gästen war auch der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf. Er gilt als Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten. In seiner Begrüßungsrede sicherte Baldauf den rheinland-pfälzischen Ingenieuren volle Solidarität in der Bewältigung der aktuellen Krise zu und lobte in diesem Zusammenhang das berufspolitische Engagement der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, mit der er bereits seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit pflegt.

Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz begrüßte die Unterstützung des Politikers in Zeiten, in denen viele Ingenieurbüros um ihre Existenz bangen. Schuld daran seien nicht nur Corona-bedingte Auftragseinbrüche, sondern vor allem auch der Deregulierungsdruck aus Europa. In Brüssel rüttele man mit diversen Vertragsverletzungsverfahren an der etablierten Honorar- und Vergabepraxis der Ingenieure und gefährde damit den Berufsstand massiv. „Wir Freiberufler stehen tagtäglich im Leistungswettbewerb, werden gemessen an der Qualität unserer Arbeit,“ sprach Lenz. Folglich forderte er alle staatlichen Ebenen und auch die Planer untereinander dazu auf, Preisdumping bei der Vergabe von Planungsleistungen aktiv zu verhindern.

„Das A und O für einen verbraucherfreundlichen Wettbewerb bleibt eine angemessene Honorierung von Planungsleistungen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für qualitative und auskömmliche Planung sind weiterhin gegeben“, appellierte Lenz. Auch im Hinblick auf die Sicherung von Ingenieurnachwuchs seien angemessene Honorare unabdingbar. „Wir haben eine hohe gesellschaftliche Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich junge Menschen für den Ingenieurberuf entscheiden.“ Dies gehe nur bei attraktiven Verdienstmöglichkeiten, die wiederum erst bei entsprechenden Einnahmevoraussetzungen gegeben seien, schlussfolgerte der Kammerpräsident. Diesen und weiteren berufspolitischen Herausforderungen muss sich der neue Bundesvorstand mit Unterstützung der Länderingenieurkammern in Zukunft stellen.