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Coronakrise: Ergebnisse der 2. Kurzumfrage zur aktuellen Situation von Ingenieurbüros

Die Coronakrise trifft Ingenieurbüros bislang weniger hart als befürchtet. Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung. 59 Prozent der befragten rheinland-pfälzischen Kammermitglieder spüren derzeit negative Folgen der Corona-Pandemie. 43 Prozent sehen sich mit der Rückstellung oder Absage von Aufträgen konfrontiert. Zu diesem Ergebnis kommt die zweite deutschlandweite Umfrage der Bundesingenieur- und Bundesarchitektenkammer im Juni 2020.

Bei der ersten Erhebung im April 2020 gaben noch 75 Prozent der befragten Ingenieurbüros in Rheinland-Pfalz an, negative Folgen der Pandemie wahrzunehmen. „Insgesamt scheint die Situation derzeit für den überwiegenden Teil der Planungsbüros weniger dramatisch zu sein, als befürchtet. Aber dennoch ist jetzt nicht der Zeitpunkt, sich entspannt zurückzulehnen“, sagte dazu Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer. Zugleich warnte er davor, dass die Planungsbüros die Krise zeitversetzt noch stärker treffen könnte.

Hans-Ullrich Kammeyer lobte erneut ausdrücklich die bisherigen Hilfsmaßnahmen von Bundesregierung und Ländern. Er betonte aber auch: „Ingenieurinnen und Ingenieure stehen bereit und wollen ihren Teil dazu beitragen, den Konjunkturmotor wieder in Gang zu bringen. Allerdings brauchen sie dafür die erforderlichen verlässlichen Rahmenbedingungen. Daher muss jetzt alles dafür getan werden, um die Zukunft der planenden Berufe über die kommenden Monate hinaus zu sichern und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass dringend benötigte Infrastruktur- und Hochbauprojekte nicht ins Stocken geraten und der Klimaschutz weiter vorangetrieben wird.“

Erforderliche Maßnahmen

Erforderliche Maßnahmen aus Sicht der Ingenieurkammern u.a.:

  • Stärkung der öffentlichen und gewerblichen Auftraggeber, damit Aufträge trotz der Coronakrise weiter ausgelöst werden können. Genehmigungen, Zahlungsflüsse, etc. müssen gewährleistet bleiben.
  • Finanzielle Hilfen von Bund, Ländern und Gemeinden müssen auch für diejenigen zur Verfügung stehen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt von den Auswirkungen der Krise betroffen sind.
  • Förderbedingungen müssen an die konkreten Bedarfe der jeweiligen Berufsstände angepasst werden.

Die zweite Online-Umfrage fand vom 22. bis 28. Juni 2020 statt und wurde gemeinsam von Bundesingenieurkammer und Bundesarchitektenkammer bei dem Marktforschungsunternehmen Reiß & Hommerich in Auftrag gegeben. In die Datenanalyse flossen Angaben von 5.551 Befragten ein. Eingeladen waren alle selbstständig tätigen Mitglieder der Architekten- und Ingenieurkammern der Länder. Die Umfrage soll in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um die Politik mit ausreichend validem Datenmaterial zu unterstützen.

2. Umfrage im Juni 2020

 Pressemitteilung der BIngK zu den Ergebnissen der 2. Umfrage als Download

 Ergebnisse der Umfrage (lang) | mit Auswertung nach Bundesländern als Download

 Ergebnisse der Umfrage für Architektur- und Ingenieurbüros (kurz) als Download

1. Umfrage im April 2020

 Ergebnisse der Umfrage als Download (mit Auswertung nach Bundesländern)