Eifel-Pipeline verbindet Region: talkING: Ingenieure informierten sich in Prüm

Nach dem Vortrag bei den KNE ließen die Teilnehmer den Abend im Prüfer Restaurant "Kölner Hof" ausklingen.

Verbandsbürgermeister Aloysius Söhngen ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer persönlich zu begrüßen.

Arndt Müller, Vorstandssprecher der KNE, stellte den Teilnehmern sein Herzensprojekt vor.

Das Regionale Verbundsystem Eifel – besser bekannt als die „Eifel-Pipeline“ – war Thema der talkING-Veranstaltung der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz in Prüm. Etwa 30 Ingenieurinnen und Ingenieure verfolgten in der Firmenzentrale der Kommunale Netze Eifel AöR (KNE) die Vorträge von Arndt Müller, Vorstandssprecher der KNE, und Helfried Welsch, Technik-Vorstand der KNE, den Erfindern des Regionalen Verbundsystems Eifel.

Vor fast genau einem Jahr gab der Spatenstich das Startsignal zum Bau des etwa 100 Millionen Euro teuren Projektes, das per Leitungstrasse Trinkwasser, Strom, Erdgas, Biogas und Telekommunikation bündeln wird. Kernstück des Projekts, das 2023 fertig sein soll, ist der Bau einer neuen, rund 80 Kilometer langen Trasse, die von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen im Norden bis nach Trier im Süden verlaufen soll. Mit eingebaut werden Glasfaser- und Gasleitungen; ins System eingebunden sind zudem regionale Anlagen für Strom aus Biogas, Wind, Sonne und Wasser.

In der Eifel würden durch das neue Verbundsystem rund 245.000 Bürgerinnen und Bürger von einer bezahlbaren Energie- und Wasserversorgung profitieren, 27.000 Haushalte bekämen einen schnellen Internetanschluss. Aus diesem Grund fördere das Umweltministerium das Regionale Verbundsystem Westeifel in den kommenden acht Jahren mit rund 25 Millionen Euro, so Müller.

Anschließend hatten die Teilnehmer bei einem gemeinsamen Abendessen im Kölner Hof die Gelegenheit, sich mit den Vertretern der Geschäftsstelle der Ingenieurkammer auszutauschen. Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz riet den Anwesenden, ihre Mitgliedschaft aktiv zu nutzen, an den Veranstaltungen und Weiterbildungen teilzunehmen und Fragestellungen, Probleme sowie eigene Projekte in die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz einzubringen.

Die Veranstaltungsreihe „talkING“ dient als Plattform, um den persönlichen Kontakt zwischen Mitgliedern und Präsidium sowie der Geschäftsstelle der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz herzustellen und zu stärken. Darüber hinaus ermöglicht sie den Kammermitgliedern, sich gegenseitig kennenzulernen und über berufspolitische oder fachliche Themen, Erfahrungen und Probleme auszutauschen. Die Veranstaltungsreihe findet mehrmals jährlich in verschiedenen Regionen von Rheinland-Pfalz statt.

Fotos: Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz