Ingenieurbüros profitieren von höheren staatlichen Bau-Investitionen

Landesbetrieb LBB und Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz im Dialog

Die Ingenieurbüros profitieren von einem steigenden Auftragsvolumen beim staatlichen Bauen für die Bundeswehr und die US-Streitkräfte in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2016 haben freischaffende Ingenieure für den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) Aufträge mit einem Honorarvolumen von insgesamt rund 30,7 Millionen Euro ausgeführt und abgerechnet. Das waren rund 3,3 Mio. Euro mehr als im Jahr zuvor.

Die Führungsspitzen von Landesbetrieb LBB und Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz mit Geschäftsführer Holger Basten (3. v. l.) und Kammerpräsident Dr. Horst Lenz (2. v. r.) bei ihrem jährlichen Fachgespräch. Foto: LBB

Auftragnehmer waren Bauingenieure und Fachingenieure für Elektro- und Versorgungstechnik, hinzu kamen weitere Ingenieurleistungen rund ums Bauen und Sanieren. „Der Auftragsboom insbesondere im Bundesbau nimmt weiter Fahrt auf“, sagte LBB-Geschäftsführer Basten. „Allein bei der Bundeswehr stehen wir vor einer Verdreifachung des jährlichen Auftragsvolumens auf rund 120 Mio. Euro bis 2020. „Trotz der guten Auftragslage baue ich weiterhin auf eine rege Beteiligung freier Büros an unseren Ausschreibung für Ingenieurleistungen“, so Basten.

Der Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Dr.-Ing. Horst Lenz, begrüßt die Vergabepraxis des LBB. „Es gibt zahlreiche Planungsbüros im Land, die freie Kapazitäten haben. Die Beratenden Ingenieure der Kammer liefern qualitativ hochwertige Ergebnisse durch unabhängige Planung und Bauüberwachung. Durch ihre kontinuierliche Fortbildung sind die externen Ingenieurbüros verlässliche Partner für Auftraggeber und Verbraucher“, so Lenz.

Insgesamt erwartet der Landesbetrieb LBB in den kommenden zehn Jahren ein Bauvolumen von 3 Mrd. (Milliarden) Euro an Bundeswehrstandorten, für die NATO und die US-Streitkräfte in Rheinland-Pfalz. Bereits begonnen haben unter anderem der Ausbau des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz und die Modernisierung der Südpfalz-Kaserne in Germersheim. Auch für die NATO und die amerikanischen Streitkräfte setzt der LBB im Auftrag des Bundes umfangreiche Projekte um, darunter ein US-Schulbauprogramm im voraussichtlichen Gesamtumfang von mehr als 500 Mio. Euro.

Im gleichen Zehnjahreszeitraum sind für das Land Bau- und Sanierungsvorhaben im Umfang von rund 600 Mio. Euro zu stemmen. Zu den größten Vorhaben zählen der Neubau der Hochschule Kaiserlautern auf dem Campus Kammgarn mit 135 Mio. Euro, der Neubau für das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz (51,4 Mio. Euro) und der geplante zweite Bauabschnitt der Hochschule Mainz für 67,3 Mio. Euro.

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 Artikel der Rhein-Zeitung