BIM (Building Information Modelling)

Building Information Modelling (BIM) ist eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software. Sie bietet Werkzeuge, mit denen sich Arbeitsabläufe in der Entwurfs-und Umsetzungsphase effizienter gestalten lassen. Durch dreidimensionale Modelle und eine gigantische Datenbank wird Bauen für alle am Bau Beteiligten präziser und transparenter.

BIM hat den großen Vorteil, dass alle Bauteile mit ihren Eigenschaften, alle Prozesse und sogar Kalkulationen und Zeitpläne miteinander verknüpft sind. Jede Änderung der Eingabe wird automatisch im Bauprozess berücksichtigt und jedem Beteiligten informativ zur Verfügung gestellt. Mit dieser Methode lassen sich Ausführungsvarianten durchspielen und Prognosen beispielsweise für Energieversorgung und Rückbau errechnen.

Mit BIM sind Planungsphasen länger und durchdachter, größere Planänderungen während des Bauablaufs dann nicht mehr möglich. Vor allem Großbauprojekte profitieren vom Nutzen dieser „Erst planen, dann bauen - Methode”, weil auftretende Probleme früh genug erkannt und behoben werden können. Damit werden finanzielle und zeitliche Verschwendungen vermieden. 

Zukunftsforum digitales Planen und Bauen

Über den  Stufenplan zur Einführung von BIM informierte sich am 15.12.2015 die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, vertreten durch die Vizepräsidentin, Dipl.-Ing. (FH) Wilhelmina Katzschmann und den Geschäftsführer, Martin Böhme. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt stellte im Rahmen des „Zukunftsforums digitales Planen und Bauen“ vor über 300 Teilnehmern in Berlin diesen Stufenplan vor. Er sieht die Einführung von BIM in drei Schritten vor: Nach einer Vorbereitungsphase bis 2017 und einer Pilotphase bis 2020 soll BIM ab 2020 bei allen neu zu planenden Projekten des BMVI  eingesetzt werden. Das BMVI will sich zudem dafür einsetzen, dass auch weitere öffentliche Auftraggeber ab diesem Zeitpunkt BIM verbindlich vorgeben.  Zuvor werden die dafür erforderlichen rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen geschaffen und Standards festgelegt. Andere große Auftraggeber – wie etwa die Deutsche Bahn AG – wollen bereits ab 2017 ausschließlich mit BIM arbeiten.

Der Stufenplan setzt einen Teil des Aktionsplans Großprojekte um, der am 9. Dezember 2015 vom Bundeskabinett  beschlossen wurde. Der Stufenplan wurde von der planen-bauen 4.0, der gemeinsamen Plattform der wesentlichen Verbände und Organisationen der Wertschöpfungskette Bau, in mehreren Experten-Workshops erarbeitet. Die Bundesingenieurkammer ist Mitinitiatorin und - dank der Unterstützung der Länderkammern - Gesellschafterin der planen-bauen 4.0 und hat am Stufenplan mitgearbeitet.

Weitere Informationen und Bilder zum Zukunftsforum digitales Planen und Bauen in Berlin finden Sie  hier.